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Förderaufruf: Industrielle, domänenspezifische KI für deutsche Schlüsselbranchen

Mit der neuen Fördermaßnahme „Industrielle, domänenspezifische KI“ unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) Transfer-Leitprojekte zur Entwicklung und Anwendung spezialisierter KI-Systeme in industriellen Wertschöpfungsketten. Ziel ist es, KI-Lösungen zu entwickeln, die gezielt auf die Anforderungen, Daten und Prozesse konkreter Branchen und Anwendungsfelder zugeschnitten sind und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung am Standort Deutschland stärken.

Gefördert werden risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben in Form von Verbundprojekten. Im Fokus stehen unter anderem die Entwicklung und Anpassung domänenspezifischer KI-Modelle, die Integration von Fach- und Prozesswissen, der Aufbau von Datenpipelines und Integrationsschichten für industrielle IT-Systeme sowie die Überwindung von Datensilos und die Entwicklung offener Standards für den Datenaustausch.

Die Lösungen sollen in realen industriellen Einsatzumgebungen erprobt werden und einen technologischen Reifegrad von TRL 6 bis 8 erreichen. Als mögliche Anwendungsfelder nennt die Förderrichtlinie insbesondere die industrielle Fertigung und den Maschinenbau, Mobilität und Automobilindustrie, Chemie und Cleantech, Medizintechnik, Agrarwirtschaft sowie die Informations- und Kommunikationstechnik.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und weitere forschende Institutionen. Voraussetzung sind Verbundprojekte mit substanzieller Industriebeteiligung. Die Vorhaben sollen maßgeblich von Unternehmen initiiert und koordiniert werden und die gesamte vertikale KI-Wertschöpfungskette von der Entwicklung über die technische Integration bis zur Anwendung abdecken. Eine starke Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen ist ausdrücklich erwünscht.

Für die Verbundprojekte wird in der Regel eine Gesamtzuwendung von 10 bis 20 Millionen Euro erwartet. Die erste Förderphase kann bis zu drei Jahre dauern. Bei positiver Evaluierung kann sich eine zweite Förderphase von bis zu zwei Jahren anschließen, in der insbesondere die Skalierung und der Transfer der entwickelten Lösungen unterstützt werden.

Nicht gefördert werden unter anderem generalistische Sprachmodelle ohne spezifischen Branchenbezug, reine Investitionen in Rechenzentrumshardware, die Entwicklung von KI-Hardware sowie bereits anderweitig adressierte Anwendungen beispielsweise in Personalwesen, Marketing, Kundenbetreuung oder Predictive Maintenance.

Wichtig: Das Förderverfahren ist zweistufig. In der ersten Stufe ist eine gemeinsame Projektskizze des Verbunds mit maximal 20 DIN-A4-Seiten einzureichen. Die Einreichungsfrist endet am 1. November 2026. Die Projektskizze muss auf Deutsch über das elektronische Antragssystem „easy-Online“ eingereicht werden.

Ansprechpartner:
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Dr. Ali Altin, Dr. Nicole Häusler und Dr. Dirk Kautz
E-Mail: domaenenspezifische-KI(at)vdivde-it.de

Weitere Informationen, die Skizzenvorlage sowie Hinweise zur Antragstellung sind auf der Website des Projektträgers verfügbar. Weitere Informationen zur Fördermaßnahme